HIV | Stadien der HIV-Infektion

Die HIV-Infektion verläuft bei jedem Menschen anders. Folgende Phasen sind Beispiele eines möglichen Verlaufs:

  • Akute HIV-Infektion
  • Symptomfreies Stadium
  • Symptomatisches Stadium
  • AIDS

Nachfolgend finden Sie Merkmale, die diese Phasen kennzeichnen können.

Akute HIV-Infektion

In dieser Phase erkennt das Immunsystem das sich rasch vermehrende Virus und setzt ihm körpereigene Abwehrzellen entgegen. Es produziert Antikörper, die in der Regel nach 4-6 Wochen, spätestens nach 3 Monaten, in ganz seltenen Fällen auch erst 6 Monate nach der Ansteckung im HIV Antikörpertest nachweisbar sind.

Ungefähr 2-4 Wochen nach der Ansteckung können Beschwerden auftreten, die einer Grippe ähneln. Die Symptome sind

  • Fieber
  • Allgemeines Krankheitsgefühl
  • Muskelschmerzen
  • Hautausschlag
  • Mandeln- und Lymphknotenschwellungen

Diese Symptome verschwinden nach einigen Tagen bis zu zwei Wochen von selbst.

Die akute HIV Infektion kann aber auch klinisch stumm verlaufen, d.h. ohne deutlich erkennbare Symptome.

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Symptomfreies Stadium

Dem Immunsystem gelingt es, eine Art Gleichgewicht zwischen Virusabwehr und Virusvermehrung zu erreichen.

Ohne eine antiretrovirale Therapie bleibt dieses Gleichgewicht in der Regel 5-10 Jahre stabil, abhängig von der Fähigkeit des Immunsystems HIV zu bekämpfen und sich zu regenerieren.

In dieser Zeit bemerken HIV Infizierte kaum etwas von ihrer Infektion.

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Symptomatisches Stadium

Im symptomatischen Stadium treten Symptome auf, weil das Immunsystem schon deutlich geschwächt ist.

Mögliche Symptome sind z.B.

  • Allgemeine Schwäche
  • Gürtelrose (Herpes zoster)
  • Mundsoor
  • Lymphknotenschwellungen
  • anhaltende Durchfälle
  • Fieber
  • Nachtschweiss
  • Gewichtsverlust
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AIDS

Die Anzahl der Helferzellen ist soweit abgefallen, dass sie auch gegen seltene Infektionen aus der Umwelt oder gegen die Reaktivierung von Erregern, die zuvor vom Immunsystem kontrolliert wurden keinen Schutz mehr bieten. In diesem Stadium spricht die Medizin vom Vollbild AIDS.

Folgende opportunistische Erkrankungen (OI) waren in Deutschland häufig:

  • Lungenentzündungen (Pneumocystis jiroweckii)
  • Infektionen durch Parasiten (Toxoplasmose)
  • Infektionen durch Viren (Cytomegalie Virus)

Diese Erkrankungen treten in der Regel bei Helferzellwerten von weniger als 200/ul auf.
Sie sind ohne Behandlung lebensbedrohlich .

Seit Einführung der hocheffektiven antiretroviralen Therapie (ART) kommen diese Erkrankungen viel seltener vor. Falls man aber tro.tz HAART niedrige Helferzellen hat, kann man gezielt Medikamente einsetzen, um bestimmten OIs vorzubeugen (medikamentöse Prophylaxe) bis sich das Immunsystem erholt hat.

Jede Infektion kann auch gezielt mit Medikamenten behandelt werden, wenn sie ausgebrochen ist. Dies erfolgt parallel zur HIV Therapie, die den Wiederaufbau des Immunsystems ermöglicht.

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